Was braucht man um Gruppenleiter*innen auszubilden?

Eine Jurte, einen Fußball, einen Kulli, einen Teebeutel, „ein Traum“, einen Super Mario Sticker, eine Augenbinde, einen Liegestuhl.
Doch diese Dinge allein machen noch keinen Grundkurs aus. Es braucht auch Zeit zum Lernen, Lachen und Wachsen – und das alles im Vertrauen aufeinander.

So ist der diesjährige Grundkurs nicht nur ein Lernprozess, sondern auch ein gemeinschaftliches Abenteuer, dass alle Beteiligten sowohl fachlich, aber vor allem auch menschlich und spirituell bereichert hat.
 
Der erste Tag begann mit dem Aufbau einer Jurte und dem Erarbeiten von wichtigen Regeln und Grundsätzen – Herausforderungen, die direkt zeigten, wie man mit anderen zusammenarbeitet, Verantwortung übernimmt und auf die Bedürfnisse der Gruppe achtet.
Besonders wertvoll war das Vertrauen, das uns vom Team und den anderen Teilnehmenden entgegengebracht wurde. Durch dieses Vertrauen konnten wir uns selbst einbringen, unsere Fähigkeiten stärken und uns persönlich weiterentwickeln.
Mit den Impulsen, mit denen wir in den Morgen gestartet sind und den Abend beendet haben, haben die Teamer*innen uns Glauben auf ihre jeweils ganz eigene Art gezeigt: Sterne betrachten, Zettel ins Lagerfeuer werfen, Yoga in der Morgensonne und ganz viele Fragen.

Während des Kurses haben wir auch wichtige fachliche Themen wie Datenschutz, Aufsichtspflicht und Gruppenrollen behandelt. Durch die humorvolle und spielerische Herangehensweise konnten wir die ernsten Themen des Kurses mit Leichtigkeit und Freude verbinden und uns besser mit den anspruchsvollen Inhalten anfreunden. Denn wer hätte schon ahnen können, dass es Parallelen gibt, zwischen Super Mario und Projektplanung? Dass man ganz hervorragend mit dem Mittelfinger reflektieren kann? Und wie wichtig, die Fähigkeit ist, über sich selbst zu lachen, wenn man wie ein Hase durch die Gegend springt, schief Karaoke singt, oder vor der ganzen Gruppe eine theatralische Rede darüber hält, warum man die beste Person im Raum ist – denn all das kann durchaus mal passieren, auf so einem Grundkurs.
 
Also, was braucht man, um Gruppenleiter*innen auszubilden? Am Ende wurde uns klar, es ist nicht nur das Fachwissen, das uns zu guten Gruppenleiter*innen macht, sondern vor allem die Gemeinschaft, der Glaube, die Unterstützung und das Vertrauen, das wir erfahren haben und uns auf unserem weiteren Weg in der Jugendarbeit begleitet.
(Annika, Sophia, Lina)